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Rom – ein Chortraum wird wahr

 

Es war nur ein Satz, einfach so dahingesagt, nachdem wir im Kölner Dom gesungen hatten;

-          Jetzt können wir ja auch mal im Petersdom singen. -

Aus diesem Satz aber wurde mehr. Eine Idee,- ein Gedanke der sich immer mehr festsetzte. Wir können ja mal sehen, wie so eine Chorreise aussehen könnte. Das war sie, die Geburtsstunde unserer Chorreise in die ewige Stadt. Josef von der Weydt, Bassist unseres Chores,  bot sich an zu recherchieren. Er holte Angebote ein, ermittelte bei anderen Chören und fand schließlich „unsere Chorreise“. Gemeinsam mit dem Gospelchor St. Josef aus Neuss, starteten wir dann begleitet von einigen Familienangehörigen und Pilgern am Samstag, d. 21.10.2017 ab Frankfurt die Reise nach Rom.  Dort angekommen folgten wir einer Einladung der Botschafterin am Heiligen Stuhl, Frau Annette Schavan. In ihrem Garten verwöhnt, mit Kaffee und Kuchen, stellte Frau Schavan ihre Arbeit bei der Botschaft vor, und beantwortete geduldig viele unserer Fragen. Wir verließen die Botschaft, mit einem Eintrag in das Gästebuch. Am kommenden Morgen sangen wir in der Messe der Kirche,  Santa Maria dell `Anima.

Dank einer exzellent  durchgeplanten Reise lernten wir unter der Führung ortsansässiger Reiseführer viele der Sehenswürdigkeiten Roms kennen. Hierbei wurde vor allem unsere körperliche Kondition auf eine harte Probe gestellt, galt es doch Rom zu Fuß zu erobern. Aber verwöhnt von einem strahlenden Sonnenhimmel wurde auch der anstrengendste Spaziergang zu einem wunderschönen Erlebnis.

Sonntagabend war es, als der Chor nach dem Abendessen noch einmal durch Rom schlendern wollte. An der Spanischen Treppe entschloss man sich spontan, ein Lied hier an dieser traumhaften Kulisse zu singen. Bereits bei den ersten Tönen blieben die Menschen stehen, füllten sich die Emporen über und die Stufen der Treppe unter uns. Selbst die Fenster der angrenzenden Häuser öffneten sich und die Bewohner lauschten unserem Gesang. Und aus dem einen Lied, wurden ein Zweites und ein Drittes.  Und sicher hätten wir noch lange gesungen, wäre da nicht ein Polizist gekommen, der uns mit Bedauern erklärte, dass das Singen auf der Spanischen Treppe nach 20:00 Uhr nicht mehr gestattet wäre.

Schade. Aber schön muss es geklungen haben, denn Zuhörer kamen spontan und warfen Geld in die von unserem Chorleiter höflichkeitshalber abgenommenen Kappe. Was uns ein herzhaftes Lachen entlockte und dem nächsten Opferstock ein paar Euro.

Dann kam er, der Dienstag. Unser wichtigstes Ereignis, der Petersdom. Beginnend mit einem Spaziergang durch die Vatikanischen Gärten und einer Führung durch die Vatikanischen Museen & Sixtinischen Kapelle ging es in den Petersdom. Wer einmal im Petersdom war, vermag sich vorzustellen welches Gefühl aufkommt, wenn man dieses Gotteshaus betritt, die Faszination erlebt die dieser Dom ausstrahlt, mit dem Wissen hier singen zu dürfen. Nach kurzem Einsingen begann dann auch schon recht zügig die Messe und es blieb nicht viel Zeit für Lampenfieber. Ein Applaus am Ende der Messe zeigte uns, dass unser Beitrag gefallen hat.

Die internationale Pilgermesse im Petersdom durfte von uns musikalisch begleitet werden. Ein Erlebnis, dass niemand von uns jemals vergessen wird.

Am nächsten Morgen durften wir dann noch gemeinsam die Papstaudienz erleben und ein Teil des Chores musste dann leider schon die Heimreise antreten.

Eine kleinere Gruppe konnte Rom noch weitere 3 Tage bei wunderbarem Sonnenschein genießen. Sehr schön war auch der Ausflug zur "Villa Deste" in Tivoli, deren prächtige Brunnenanlagen noch nach Jahrhunderten beeindrucken. Intensive Begegnungen mit christlichen Glaubenszeugnissen vergangener Zeiten boten der Besuch der Franziskus-Stadt Assisi und der "Domitilla-Katakomben". An beiden Stätten verstanden es dort lebende deutsche Patres, uns die Bau- und Kunstwerke aus der Sicht der damaligen Menschen näher zu bringen, wodurch sie auch für uns an Bedeutung gewannen - das war deutlich mehr als nur eine kunsthistorisches Erlebnis! So kehrten wir nach erfüllten Tagen zufrieden und bereichert nach Deutschland zurück.

Zum Abschluss dieser unvergesslichen Reise danken die Chormitglieder Guido Harzen und Josef von der Weydt für die außergewöhnlich gute Planung und Durchführung dieser Reise, und unserem Chorleiter Willi Junker für seine Geduld bei der musikalischen Vorbereitung.